Michael Kors präsentiert eine neue Interpretation des Streifenmusters bei der New York Fashion Week

Der wichtigste Print der Saison
Die Kollektion Michael Kors Collection SS’27 wurde an einem der eindrucksvollsten Orte New Yorks präsentiert — im Sculpture Garden des Museum of Modern Art, MoMA. Anstelle einer klassischen Show-Location entschied sich der Designer für einen offenen Raum zwischen Kunstwerken und baute die Kollektion rund um Modernismus, Architektur und das urbane Leben auf.

Diesmal verabschiedete sich Michael Kors von den gewohnt opulenten Kleidern und setzte stattdessen auf architektonische Linien und grafische Silhouetten. Oversize-Looks, die sonst so charakteristisch für seine Kollektionen sind, waren kaum zu sehen: Sie machten Platz für taillierte Minianzüge, schmale Mäntel, gerade geschnittene Hosen und reduzierte Ensembles.


Gleichzeitig war der Geist der 1960er-Jahre deutlich spürbar. Einige Looks wurden durch große Brillen mit runden Fassungen und kurze Kostüme im Mod-Stil ergänzt.

Zum eigentlichen Star der Kollektion wurde jedoch der Streifen. Er war buchstäblich überall zu sehen — auf T-Shirts und Kleidern, Taschen und Hüten, und verwandelte sich stellenweise in komplexe geometrische Kompositionen.

Zu dieser Idee inspirierte Kors die Arbeit der Künstlerin Carmen Herrera. Besonders wirkungsvoll kam der grafische Print in Kombination mit Schwarz und Weiß zur Geltung, die als eine Art Leinwand für leuchtende Farbakzente dienten.

Die Farben waren dabei kaum zu übersehen. Die Kollektion spielte mit Bernstein, Tomatenrot, Sonnengelb, Koralle und Pistaziengrün.

«In großen Städten tragen die Menschen oft Schwarz, deshalb versuche ich, Wege zu finden, mehr Farbe in die urbane Garderobe zu bringen. Ich mag es, einfach Farbe hinzuzufügen und damit einen leuchtenden Akzent zu setzen», erklärte Kors.

Dabei verzichtete der Designer keineswegs auf Alltagstauglichkeit. Kurze Pullover und Hemden wurden mit Miniröcken oder, im Kontrast dazu, mit längeren Shorts kombiniert. Zu den markanten Details gehörten große geometrische Schmuckstücke, Taschen mit Metallgriffen, Kreppkleider mit Cut-outs, voluminöse Röcke im Barockstil sowie Verzierungen aus Pailletten und Chiffon.







Foto: Giovanni Giannoni/WWD







