Tim Burton wird 68: Wir erinnern uns an die interessantesten Zitate des Königs des Gothic-Kinos

«Ich wurde immer missverstanden»
Am 25. August feiert Tim Burton seinen 68. Geburtstag. Der Regisseur und Drehbuchautor ist als «Meister der düsteren Märchen» bekannt.
Burtons Filme sind bereits in den ersten Einstellungen unverkennbar: düstere Kulissen, skurrile Figuren, schwarzer Humor, eine Prise Absurdität, die Auseinandersetzung mit dem Tod und Helden, die scheinbar zufällig in einer Welt gelandet sind, die ihnen völlig fremd ist.
Heute gilt der Regisseur als König des Gothic-Kinos. Auf sein Konto gehen mehr als 25 Langfilme und 13 Kurzfilme. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen «Beetlejuice», «Batman», «Edward mit den Scherenhänden», «Sleepy Hollow», «Charlie und die Schokoladenfabrik», «Sweeney Todd — Der teuflische Barbier aus der Fleet Street», «Alice im Wunderland» sowie die Serie «Wednesday».

Burtons Liebe zu düsteren Geschichten begann bereits in seiner Kindheit. Tim wurde im August 1958 in Burbank geboren. Seine Eltern besaßen ein kleines Geschäft namens Cats Plus, in dem sie Waren rund um das Thema Katzen verkauften. Die Familie lebte in bescheidenem Wohlstand, doch das machte die Kindheit des späteren Regisseurs nicht weniger düster.
Während andere Kinder im Hof spielten, suchte sich Burton einen ganz anderen Ort für seine Spaziergänge. Statt mit den Nachbarskindern herumzutoben, ging er zum Friedhof Valhalla, der sich nicht weit vom Haus seiner Familie befand.
Dort saß der Junge direkt auf den Gräbern und sprach mit sich selbst über den Tod, die Verstorbenen und das schwere Schicksal der Totengräber. Als seine Eltern von diesen Ausflügen erfuhren, waren sie schockiert. Damit ihr Sohn nicht mehr auf den Friedhof flüchtete, vernagelten sie sogar die Fenster seines Zimmers und ließen nur einen kleinen Spalt frei.
Infolgedessen wurde Burtons Kindheit noch abgeschotteter. Er verbrachte viel Zeit in seinem Zimmer, zeichnete seine eigenen skurrilen Figuren und erfand ganze Welten für sie. Genau diese Zeichnungen wurden später zu einer Art Fundament für seinen unverwechselbaren Stil.

Burton begann seine Karriere als Animationskünstler bei Disney. Später erschuf er sein eigenes unverwechselbares filmisches Universum, in dem Düsternis wunderbar mit Humor und Gothic-Ästhetik mit Märchenhaftigkeit verschmilzt. Seine Figuren wurden Teil der Popkultur, und Burton selbst zu einem der wenigen Regisseure, deren Stil man buchstäblich nach wenigen Einstellungen erkennt.
Deshalb erinnern wir uns heute, an seinem 68. Geburtstag, an einige seiner interessantesten Zitate.

Über sich selbst
«Ich wurde immer missverstanden. Wissen Sie, ich könnte mich als Clown verkleiden und mit einer fröhlichen Menge lachen, und trotzdem würde man über mich sagen, dass ich ein düsterer Typ bin.»
«Ich mochte den Gedanken, dass ich alles anders wahrnehme als andere.»
«Wenn ich die Wahl hätte, zu einem Treffen mit der Studiobranche zu gehen oder Windeln zu wechseln, würde ich mich für die Windeln entscheiden.»
«Man sagte mir, man dürfe Jack Nicholson nicht umbringen. Also musste ich ihm zwei Rollen geben und ihn zweimal umbringen.»
Über das Kino
«Filme zu machen ist für mich eine teure Form der Therapie.»
«Man muss das Gefühl haben, dass man das größte Meisterwerk aller Zeiten erschafft, selbst wenn es völliger Unsinn ist.»
«Eigentlich habe ich keinen einzigen Film, den man als klassischen «Horrorfilm» bezeichnen könnte. Und das ist irgendwie lustig, denn dieses Genre liegt mir wahrscheinlich mehr als alle anderen.»
«Ich glaube, das Ende wirkt viel lebensbejahender, wenn der Zuschauer es selbst zu Ende denkt. Künstliche Happy Ends erschienen mir immer wie eine Form von Psychose.»

Über Freiheit
«Wenn man nicht allzu viele Freunde hat, verspürt man eine seltsame Freiheit.»
«Wahnsinn ist auf eine gewisse schreckliche Art die größte Freiheit, die einem Menschen zur Verfügung steht, weil er dann nicht mehr durch die Grenzen der Gesellschaft eingeschränkt ist.»
Über Hollywood und Technologie
«In Hollywood glaubt man, dass handgezeichnete Animationen nicht mehr gebraucht werden und alles von Computern gemacht werden kann. Pixar produziert seine Animationsfilme mit Computern, und alle anderen versuchen, sie zu kopieren. Alle verlassen sich auf Technologie und vergessen die Künstler.»

Foto: Depositphotos, Instagram @timburton








