Skandal bei der NYFW: CFDA-CEO gerät mit PETA-Aktivisten aneinander

Protest unterbricht COS-Show
Die COS-Show für die Frühjahr/Sommer-Saison 2027 im Rahmen der New York Fashion Week wurde am 13. September von PETA-Aktivisten unterbrochen. Sie betraten den Laufsteg mit Plakaten und forderten, auf die Verwendung von Wolle zu verzichten.
Nach Angaben ausländischer Medien protestierten die Aktivisten gegen die Verwendung von Wolle durch COS und prangerten die ihrer Ansicht nach tierschutzwidrigen Praktiken in der Wollindustrie an. PETA fordert COS und dessen Mutterkonzern H&M Group zudem auf, vollständig auf das Material zu verzichten.
Der Sicherheitsdienst führte die Demonstranten aus dem Veranstaltungsort, einige von ihnen kehrten jedoch später zurück. Daraufhin schaltete sich Steven Kolb, Präsident und CEO des Council of Fashion Designers of America (CFDA), in die Situation ein.
Auf in den sozialen Netzwerken verbreiteten Aufnahmen des Vorfalls ist zu sehen, wie Kolb die Aktivisten körperlich zurückhält, ihnen die Plakate abnimmt und einem von ihnen die Hand vor den Mund hält. Die Bilder lösten Kritik am CFDA-Chef aus und führten zu Forderungen nach seiner Absetzung.
Später erklärte Kolb, er bedauere seine Reaktion und räumte ein, falsch gehandelt zu haben. Bei den Demonstranten entschuldigte er sich jedoch nicht.
PETA kündigte an, rechtliche Konsequenzen gegen Kolb anstreben und sich wegen seines Verhaltens an die Strafverfolgungsbehörden wenden zu wollen.
COS betont unterdessen, in seinen Produkten zertifizierte Wolle zu verwenden. Die Marke arbeitet unter anderem mit Materialien, die nach dem Responsible Wool Standard (RWS) und NATIVA™ zertifiziert sind, und setzt zudem recycelte Wolle ein.
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer breiteren Debatte über die Verwendung tierischer Materialien in der Modeindustrie. In diesem Jahr führte die CFDA zudem ein Verbot von Echtpelz für Shows ein, die in den offiziellen Kalender der New York Fashion Week aufgenommen wurden.
Video: Instagram @peta






