Eurovision Song Contest 2027: Die Niederlande ziehen sich vom Wettbewerb zurück

Der Boykott geht weiter
Rund um den Eurovision Song Contest 2027 bahnt sich offenbar ein neuer Skandal an. Ein weiteres Land hat beschlossen, den Wettbewerb zu boykottieren. Die Niederlande werden am kommenden Eurovision Song Contest nicht teilnehmen.
Der niederländische Sender AVROTROS erklärte, dass er den Musikwettbewerb nicht länger für ausreichend neutral halte und in den neuen Regeln der EBU keine Garantien sehe, die an dieser Situation etwas ändern könnten. Nach Ansicht des Senders dringe internationale Politik zunehmend in einen Wettbewerb ein, der traditionell als musikalisches Ereignis präsentiert wurde, das Europa miteinander verbindet.
«Es lässt sich nicht leugnen, dass internationale Konflikte den Wettbewerb zunehmend beeinflussen und seinen neutralen Charakter untergraben. Damit ist der Eurovision Song Contest zu einer Plattform der Spaltung geworden», heißt es in der Erklärung von AVROTROS.

Die meisten Fragen wirft für die Niederlande die Teilnahme Israels vor dem Hintergrund des Krieges im Gazastreifen auf. Im vergangenen Jahr hatte das Land die Europäische Rundfunkunion dazu aufgefordert, klare Regeln für Staaten festzulegen, die an militärischen Konflikten beteiligt sind.
Die EBU reagierte teilweise auf diese Forderungen und kündigte Änderungen an. Für die Niederlande gingen diese jedoch nicht weit genug.
«Die kürzlich von der EBU angekündigten Änderungen geben nicht genügend Sicherheit dafür, dass der unabhängige und neutrale Charakter des Eurovision Song Contest wiederhergestellt wurde», betonte AVROTROS.
Und es ist bereits nicht der erste Boykott: Auch Spanien, Irland, Slowenien und Island haben sich diesem Schritt angeschlossen.

Zur Erinnerung: Der nächste Wettbewerb soll in Bulgarien stattfinden. In diesem Jahr holte die Sängerin DARA den Sieg für das Land.
Foto: Instagram @eurovision

