Aus einem Wiener Museum wurde eine Van-Cleef-&-Arpels-Halskette im Wert von $4 Millionen gestohlen

Ein weiterer spektakulärer Juwelendiebstahl
In Wien ist es zu einem spektakulären Diebstahl direkt aus einer Museumsausstellung gekommen. Aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) entwendeten Unbekannte eine kostbare Halskette des französischen Juweliers Van Cleef & Arpels. Der Wert des Schmuckstücks wird auf 4,3 Millionen US-Dollar geschätzt. Die Halskette gehörte zu den zentralen Exponaten einer Ausstellung über Schmuckkunst.
Nach Angaben der Polizei betraten zwei Männer das Museum. Sie kauften reguläre Eintrittskarten, verbargen ihre Gesichter nicht und verhielten sich zunächst wie gewöhnliche Besucher. Doch plötzlich holten sie einen Hammer hervor, schlugen die Vitrine ein, nahmen die Halskette an sich und flüchteten. Das Sicherheitspersonal konnte sie nicht rechtzeitig aufhalten.
Österreichischen Medien zufolge könnte der Raub bereits im Voraus geplant worden sein. Die Zeitung Krone berichtet, dass der Diebstahl möglicherweise im Auftrag einer kriminellen Gruppierung aus dem Balkan organisiert wurde.
Bei dem gestohlenen Schmuckstück handelt es sich um weit mehr als nur ein wertvolles Juwel. Die Halskette von Van Cleef & Arpels blickt auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück und ist mit der ägyptischen Königsfamilie verbunden. Sie wurde 1939 angefertigt. Im selben Jahr trug Sultanine Nazli Sabri das Schmuckstück bei der Hochzeit ihrer Tochter Fauzia.
Die Halskette besteht aus Platin und ist mit 673 Diamanten besetzt, deren Gesamtgewicht mehr als 200 Karat beträgt. Im Jahr 2015 wurde das historische Schmuckstück bei Sotheby’s in New York für $4,3 Millionen versteigert.
Zuletzt stand die kostbare Halskette erneut im Mittelpunkt, als sie Teil der Ausstellung «Glanzstücke» über das Schaffen von Van Cleef & Arpels wurde. Die Schau wurde im Juni eröffnet und sollte bis zum 27. September zu sehen sein.
Für die Ausstellung stellte das Schmuckhaus dem Museum rund 300 Exponate zur Verfügung. Weitere etwa 200 Schmuckstücke und Objekte stammten aus der eigenen Sammlung des MAK. Nach dem dreisten Diebstahl wurde die Ausstellung auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Foto: Instagram @carolwooolton

