Dakota Johnson über einen neuen Lebensabschnitt, Mutterschaft und Hollywood im Vogue-Interview

«Ich möchte echt sein»
Dakota Johnson ist das Covergirl der Oktober-Ausgabe von Vogue. Der Hollywood-Star sprach offen über eine Zeit des Umbruchs, in der sie sich mit 36 Jahren befindet.
Nach dem Ende ihrer achtjährigen Beziehung mit Coldplay-Frontmann Chris Martin ist die Schauspielerin in ein neues Haus in Los Angeles gezogen, konzentriert sich auf ihre Arbeit und ihre Produktionsfirma und gibt zu, dass sie ihre Prioritäten nun etwas anders setzen möchte.

Dakota erzählte, dass sie nach fast 20 Jahren mit ständigem Drehen das Gefühl habe, es sei Zeit, etwas langsamer zu werden. Hinter diesem Wunsch steckt jedoch nicht nur die Erschöpfung von der Arbeit. Erstmals sprach die Schauspielerin offen über ihren Kinderwunsch und den Wunsch, eine eigene Familie zu gründen.
«Es ist nicht so gekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich möchte wirklich Kinder haben. Ich hätte nicht erwartet, dass ich in diesem Alter und an diesem Punkt meines Lebens hier sein würde. Aber vielleicht ist das eben der Plan des Universums. Ich hoffe, dass ich Glück haben werde», sagte der Star.

Gleichzeitig betrachtet die Schauspielerin ihre Situation nicht als Grund für Bedauern: «Es ist alles in Ordnung. Ich lerne weiterhin jeden Tag mehr über mich selbst und werde immer mehr zu einer ganzheitlichen Frau.»
Trotz ihres Wunsches, das Tempo etwas herauszunehmen, will Johnson dem Kino nicht den Rücken kehren. Ein wichtiges Projekt ist für sie der Film «Three Incestuous Sisters» der Regisseurin Alice Rohrwacher, in dem sie gemeinsam mit Saoirse Ronan, Jessie Buckley und Josh O’Connor vor der Kamera stand.

Gedreht wurde auf der italienischen Insel Stromboli. Dakota bezeichnete die Erfahrung als «zutiefst persönlich und kreativ» und erklärte, dass sie sich die Arbeit beim Film schon immer genau so vorgestellt habe — als einen geschützten Raum, in dem Künstler frei sein und experimentieren können.
Ein weiteres Projekt ist der Thriller «Verity», der auf dem Roman von Colleen Hoover basiert. Darin spielt sie an der Seite von Anne Hathaway und Josh Hartnett.

Die Schauspielerin erzählte, dass Regisseur Michael Showalter ihr eine ungewöhnliche, beinahe theatralische Art des Spiels vorgeschlagen habe.
«Es hat so viel Spaß gemacht, und unsere Orientierungspunkte und Inspirationsquellen waren erotische Thriller, bei denen man zuschaut und denkt: “Das ist doch absurd” — und gleichzeitig ist man unglaublich neugierig», erinnerte sie sich.

Ein eigenes Kapitel widmete Dakota ihrem öffentlichen Image. Seit Langem gilt sie als ruhige und etwas distanzierte Frau, die auf Journalisten mitunter ironisch reagiert. Die Schauspielerin erklärte, dass dieses Verhalten zu einer Art Schutzmechanismus gegen die ständige Aufmerksamkeit geworden sei.
Tatsächlich sei sie, wie sie selbst sagt, überhaupt nicht so gleichgültig, wie es manchmal wirken könne.
«Ich mache mir über sehr viele Dinge unglaublich viele Gedanken. Ich würde nicht sagen, dass ich “cool” bin. Was soll das überhaupt bedeuten? Ich möchte einfach echt sein», fügte die Schauspielerin hinzu.

Foto: vogue.com







