Wie die Herbst-Winter-Show von Prada in Mailand verlief

Die wichtigsten Akzente, die Atmosphäre und die zentralen Looks
Die Mailänder Modewoche ist in vollem Gange: Neben anderen großen Häusern wie Fendi präsentierte auch Prada seine Vision der Saison Herbst/Winter 2026/2027. Die Show zählte zu den meist erwarteten Ereignissen der Saison und bestätigte einmal mehr den Ruf des Hauses als intellektueller Provokateur innerhalb klassischer Luxuskonzepte.

An der Präsentation nahmen 15 Models teil, von denen jedes viermal über den Laufsteg ging – insgesamt wurden dem Publikum rund 60 eigenständige Looks gezeigt.

Einer der meistdiskutierten Momente war die Rückkehr von Bella Hadid, die nach einer Pause erneut den Runway betrat.

Die Kollektion ist von einer Ästhetik der durchdachten «Nachlässigkeit» geprägt. Transparente Mäntel mit bewusst offen gelassenen Fäden, unter der Oberbekleidung hervorschauende Hemdärmel, Kleider mit ausgefransten Säumen und dekorativen Rissen erzeugen den Eindruck einer leichten Improvisation. Es ist ein Stil, in dem Zufälligkeit nur scheinbar zufällig wirkt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den markanten Details: Mäntel mit floralem Print, die an einen Hausmantel erinnern; ein fuchsiafarbenes Samtkleid mit Reißverschluss; schürzenähnliche Röcke, verziert mit roten Bouquet-Applikationen, Pailletten und Strasssteinen. Gestrickte Schals werden «auf altmodische Weise» gebunden – mit nach außen fallenden Enden; eine Alternative dazu bilden Pelzmodelle, darunter Varianten mit Leopardenmuster.

Die Show zeichnete deutlich eine der zentralen Tendenzen der Saison nach – Layering, das Spiel kontrastierender Texturen und die Konzentration auf Details. Kleidung erscheint hier nicht nur als ästhetisches Objekt, sondern als Instrument des Selbstausdrucks. Prada erinnert einmal mehr daran: Mode ist nicht nur Form, sondern auch Bedeutung, Geschichte und Charakter, die hinter jedem Look stehen.

















