Oscar 2026: Die Preisträger und die glanzvollsten Momente der Verleihung

Ein historisches Novum: Zwei Sieger in einer Kategorie
In Los Angeles ging eines der bedeutendsten Ereignisse der Filmwelt zu Ende – die 98. Verleihung der Academy Awards. Traditionell fand die Gala im berühmten Dolby Theatre in Hollywood statt, wo die Preisträger für die besten Leistungen des Kinojahres 2025 geehrt wurden.
Der große Triumphator des Abends war das Werk Battle After Battle von Regisseur Paul Thomas Anderson. Der Film sicherte sich insgesamt sechs Statuetten: Neben dem Sieg in der Königskategorie Bester Film wurde Anderson für die beste Regie ausgezeichnet. Zudem triumphierte das Werk in den Kategorien Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt und Bestes Casting.
Zweitstärkste Kraft des Abends war Ryan Cooglers Film Sinners. Er erhielt vier Oscars, darunter die Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller für Michael B. Jordan sowie Preise für das beste Originaldrehbuch, die beste Filmmusik und die beste Kamera.
Die Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin ging an die irische Schauspielerin Jessie Buckley für ihre Leistung in dem Drama Hamnet.
Den Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt Sean Penn für seine Rolle in Battle After Battle. Dies ist die dritte Statuette in seiner Karriere; zuvor war er bereits für seine Rollen in Mystic River und Milk ausgezeichnet worden. Bemerkenswert ist, dass Penn der Zeremonie fernblieb – laut der New York Times war er am Vorabend nach Europa gereist, um einen Besuch in der Ukraine anzutreten. Stellvertretend nahm der Schauspieler Kieran Culkin die Trophäe für ihn entgegen.
In der Kategorie Beste Nebendarstellerin siegte die 75-jährige Amy Madigan für ihre Darstellung im Film Weapon.
Ebenfalls erfolgreich war der Film Frankenstein, der drei Auszeichnungen erhielt: für das beste Kostümdesign, Bestes Make-up und Frisuren sowie das beste Szenenbild.
Ein historischer Moment ereignete sich in der Kategorie Kameraarbeit: Autumn Durald Arkapaw wurde für ihre Arbeit an Sinners ausgezeichnet. Damit ist sie die erste Frau in der Geschichte der Academy Awards, die den Oscar in dieser Kategorie gewinnen konnte. In ihrer emotionalen Dankesrede wandte sie sich direkt an ihre Kolleginnen:
Ich bin so dankbar, hier zu sein! Ich möchte, dass alle Frauen in diesem Saal aufstehen, denn ohne euch wäre ich heute nicht hier.
Der Preis für den Besten internationalen Film ging an das Werk Sentimental Value.
Als Bester Dokumentarfilm wurde indes Mr. Nobody vs. Putin geehrt – ein Film, der beleuchtet, wie Kindern in russischen Schulen staatliche Propaganda aufgezwungen wird.
In diesem Jahr gab es zudem ein weiteres beispielloses Ereignis: In der Kategorie Bester Kurzfilm gab es mit Singers und Two People Exchange Saliva gleich zwei Gewinner. Da beide Filme die exakt gleiche Stimmenanzahl der Akademiemitglieder erhielten, entschied die Jury, den Preis an beide Produktionen zu vergeben.
Eine weitere Neuerung der diesjährigen Zeremonie war der erstmals verliehene Oscar für das Beste Casting. Dieser ging an die Casting-Direktorin Cassandra Kulukundis für ihre Arbeit an Battle After Battle.
Der Abend in Hollywood versammelte wie gewohnt zahlreiche Weltstars. Auf dem roten Teppich zeigten sich unter anderem Demi Moore, Leonardo DiCaprio, Timothée Chalamet, Anne Hathaway, Emma Stone, Nicole Kidman und Gwyneth Paltrow. Durch die feierliche Gala führte der Komiker Conan O’Brien.
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