Marc Jacobs präsentiert Frühjahrskollektion, inspiriert vom Thema Erbe

Im Vorfeld der Fashion Week
In New York fand die Präsentation der neuen Frühjahrskollektion von Marc Jacobs statt – wie bereits zur Tradition geworden, außerhalb des offiziellen Programms der Fashion Week, die am 11. Februar beginnt.

Die Kollektion wurde von den Archivarbeiten bedeutender Branchenkollegen inspiriert. Jacobs erklärte offen, dass er sich auf die Couture-Kollektionen von Yves Saint Laurent aus dem Jahr 1965, Perry Ellis aus dem Jahr 1993, Helmut Lang aus dem Jahr 1995 sowie auf seine eigenen Shows aus den 2000er- und 2010er-Jahren bezog.

Der Einfluss unterschiedlichster Strömungen der Modeindustrie zeigt sich besonders im Schnitt: kantige, auf den ersten Blick komplexe Silhouetten – ein Markenzeichen von Jacobs’ jüngeren Arbeiten – stehen hier in harmonischem Dialog mit Minimalismus. Auch die Farbwahl überzeugt: Karomuster, das immer wieder in Röcken und Kleidern auftaucht, rückt erneut ins Zentrum der Kollektion. Gerade dieses Motiv liebte der Designer besonders in den späten 2000er-Jahren.

Viele Beobachter bemerkten die hohe Alltagstauglichkeit der Kollektion: Die Entwürfe lassen sich mühelos in das tägliche Leben integrieren. Und tatsächlich bietet Marc Jacobs in dieser Saison zahlreiche wirkungsvolle und inspirierende Optionen – gerade geschnittene Midiröcke, die Miuccia Prada seit mehreren Saisons als absolutes Must-have ausruft; schmale Gürtel im Stil von Carolyn Bessette-Kennedy, zuletzt häufig bei Chanel und Coperni zu sehen; sowie schmale Satinschals als klare Referenz an die Mode der frühen 2000er-Jahre.

Begleitet wurde die Show vom Song Jóga der Sängerin Björk aus dem Jahr 1997 – dem Jahr, in dem Jacobs zur Marke stieß.














Photo: Vogue Runway
