Paris Hilton plant Dokumentarprojekt über die Stars der 2000er-Jahre

Die Kehrseite der Boulevard-Ära
Paris Hilton kehrt in jene Ära zurück, die sie zu einer der prägendsten Ikonen der Popkultur der Nullerjahre machte. Sie wird im neuen Dokumentarprojekt The It Girls: Inside the 2000s zu sehen sein und über ihr Medienunternehmen 11:11 Media zugleich als ausführende Produzentin fungieren.
Wie das Unternehmen Roku mitteilte, handelt es sich bislang um einen Arbeitstitel. Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorproduktion und soll 2027 exklusiv auf The Roku Channel Premiere feiern. Ein genaues Veröffentlichungsdatum wurde noch nicht bekannt gegeben.

Das Projekt widmet sich den frühen 2000er-Jahren — einer Zeit, in der Paparazzi, Boulevardmedien, Klatschblogs und Reality-TV die Vorstellung davon, was es bedeutet, berühmt zu sein, grundlegend veränderten. Das Privatleben junger Stars wurde zu einem endlosen Spektakel, während ihre Beziehungen, ihr Aussehen, ihre Fehltritte und psychischen Krisen zu Inhalten wurden, mit denen Medienunternehmen Millionengewinne erzielten.
Die Verantwortlichen wollen untersuchen, wie die Boulevardindustrie Prominente zur Ware machte und zugleich den Grundstein für die heutige Influencer-Kultur legte. Hinter glamourösen Bildern vom roten Teppich, aufsehenerregenden Partys und ikonischen Y2K-Looks verbargen sich häufig Verletzungen der Privatsphäre, Sexismus und ein brutaler Umgang mit Frauen.

Für das Projekt werden Archivmaterial, bislang unveröffentlichte Gespräche und neue, offene Interviews mit Frauen verwendet, die im Zentrum der damaligen Boulevardkultur standen. Die Macherinnen und Macher wollen nicht nur die Atmosphäre der Nullerjahre wiederaufleben lassen, sondern bekannte Bilder und Schlagzeilen aus der Perspektive jener Frauen neu betrachten, deren Leben einst zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen wurde.
Als Grundlage für das Projekt dient das Buch der Journalistin Sarah Ditum Toxic: Women, Fame, and the Tabloid 2000s. Darin analysiert die Autorin die Geschichten von neun prominenten Frauen: Britney Spears, Paris Hilton, Lindsay Lohan, der Sängerin Aaliyah, Janet Jackson, Amy Winehouse, Kim Kardashian, der Wrestlerin Chyna und Jennifer Aniston.

Anhand ihrer Schicksale untersucht Ditum, wie die Medien diesen Frauen bestimmte öffentliche Rollenbilder aufzwangen, ihre Verletzlichkeit ausnutzten und persönliche Tragödien in Unterhaltung verwandelten. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie dabei Bodyshaming, der Verurteilung weiblicher Sexualität und dem nahezu vollständigen Fehlen eines Rechts auf Privatsphäre.
Bislang ist jedoch unklar, wer außer Paris Hilton im Dokumentarprojekt zu sehen sein wird. Roku hat die vollständige Liste der Protagonistinnen noch nicht bekannt gegeben. Bei den genannten Prominenten handelt es sich daher derzeit ausschließlich um die Frauen, die im zugrunde liegenden Buch porträtiert werden.

Laut Hilton haben die frühen 2000er-Jahre die Vorstellung von Ruhm für immer verändert: Die Kameras waren nahezu ununterbrochen eingeschaltet, täglich erschienen reißerische Schlagzeilen und es gab keinerlei Regeln dafür, wie man mit einer derart intensiven Aufmerksamkeit umgehen sollte.
«Im Grunde waren wir die ersten Influencerinnen — noch bevor es überhaupt ein Wort dafür gab», erklärte Paris Hilton.
Foto: Instagram @parishilton







