«Niemand strahlt die ganze Zeit»: Kylie Minogue über Ruhm, Musik und die Rückkehr nach Hause

Sie ziert das Cover der Vogue Australia
Die Popikone Kylie Minogue bereitet sich darauf vor, bereits ihr viertes Jahrzehnt in der Musik zu feiern. Aus diesem Anlass ist die 58-jährige Sängerin die Coverheldin der Septemberausgabe der Vogue Australia, für die sie Fragen ihrer Freunde beantwortete.
Für das Fotoshooting trug Kylie Looks von Alexander McQueen, Saint Laurent, Chanel, Gucci und Jean Paul Gaultier.

Kylies Schwester Dannii Minogue wollte wissen, ob sie sich jemals hätte vorstellen können, dass ihre Bühnenkostüme, Alben und ihre Karriere eines Tages Teil von Ausstellungen, Büchern und Dokumentarfilmen werden würden.
Kylie gestand, dass sie als Kind überhaupt nicht über ihren späteren Ruhm nachgedacht habe. Die Welt der Popkultur faszinierte sie jedoch schon damals.

«Ich habe definitiv in diesen Tagträumen über Popmusik und Popstars gelebt. Ich hatte meine eigenen Idole, aber ich habe nie bewusst gedacht: ‹Das ist es, was ich einmal machen werde›», erzählte die Sängerin.
Hinter dem glamourösen Image von Kylie Minogue vergisst man leicht, dass dahinter ein ganz normaler Mensch steht — mit schwierigen Phasen, Zweifeln und Erschöpfung. Die Sängerin erinnert daran, wenn sie über das Phänomen ihres «Funkelns» spricht.
«Niemand strahlt die ganze Zeit. Das Leben ist nicht immer voller Glanz. Manchmal bringen dich gerade die schwierigen Momente dazu, deinen Funken zu finden oder noch heller zu strahlen. Deshalb sollten wir jedes Mal, wenn wir die Möglichkeit haben zu strahlen, diesen Moment genießen. Der Rest des Lebens ist harte Arbeit. Das wissen wir alle längst», sagte sie.

Eine der überraschendsten Antworten von Kylie kam auf die Frage nach ihrem Traum. Was würde sie wählen, wenn sie jemand anderes sein könnte?
Ihre Antwort war kurz: «Unsichtbar».

Als Minogue über ihre Persönlichkeit sprach, die auch von ihrer Heimat geprägt wurde, erinnerte sie sich daran, dass Australien ihr eine recht bodenständige Einstellung zum Leben vermittelt habe. Für eine globale Karriere musste sie das Land allerdings einst verlassen.
«Wenn du etwas wolltest, hast du es einfach getan. Und wenn du eine wirklich globale Karriere anstrebtest, musstest du Australien in der Regel verlassen — so haben es viele von uns gemacht», erklärte die Sängerin.

Michael Harth, Regisseur der Netflix-Dokumentarserie über Kylie, stellte ihr wohl eine der interessantesten Fragen: Was würde ihre jüngere Version sagen, wenn sie einen Film über das Leben der künftigen Popikone sehen könnte?
«Ich denke, sie würde wahrscheinlich eines von drei Dingen sagen: ‹Siehst du, du hast es geschafft.› Oder: ‹Ich hab’s dir doch gesagt.› Oder vielleicht: ‹Wie zum Teufel hast du das geschafft?›», antwortete der Star.


Foto: Vogue Australia







