Jaafar Jackson über drei Jahre in der Rolle von Michael und die Fortsetzung des Biopics

Im Interview mit GQ Middle East
Der 30-jährige Jaafar Jackson, Neffe des «King of Pop» Michael Jackson und Hauptdarsteller des gleichnamigen Biopics, ist der Star der neuen Ausgabe von GQ Middle East.
Im Interview sprach der Künstler über die drei Jahre, die er in der Rolle seines berühmten Onkels verbrachte, und verriet offen, dass die Arbeit seine Einstellung zu seiner eigenen Musikkarriere grundlegend verändert hat.

Nach Jaafars Worten war die Vorbereitung auf die Rolle alles andere als einfach: Er versuchte, Michael so tief wie möglich zu verstehen. Eine besondere Rolle spielten dabei persönliche Aufzeichnungen des Sängers. Jaafar erhielt Zugang zu Jacksons Tagebüchern, die ihm halfen, den Musiker nicht nur als globalen Superstar, sondern als Menschen mit Träumen, Zweifeln und einem sehr unmittelbaren Blick auf das Leben zu sehen.
«Viele dieser Einträge waren wie mit den Augen eines Kindes geschrieben — sehr abenteuerlich, naiv und voller Inspiration», erzählte der Schauspieler.


Eine dieser Notizen ist Jaafar besonders im Gedächtnis geblieben. Darin stand: «Sobald ich nach draußen gehe, möchte ich, dass 10.000 Menschen stehen bleiben und mich einfach nur ansehen».
Die drei Jahre, die er in der Rolle des legendären Musikers verbrachte, beeinflussten auch Jackson selbst. Der Schauspieler gab zu, dass die Arbeit an dem Biopic sogar seine Einstellung zu seinen eigenen musikalischen Ambitionen verändert habe.

Auch er ist Musiker und gestand, dass es ihm nach den Erfahrungen während der Dreharbeiten schwerfällt, sich selbst unter seinem eigenen Namen in derselben Form auf der Bühne vorzustellen.
«Ich habe als Künstler auf der Bühne das Beste bekommen, was ich bekommen konnte — in der Rolle von Michael. Dasselbe als Jaafar zu tun, wäre einfach seltsam», sagte er.
Der Schauspieler äußerte sich außerdem zu einer möglichen Fortsetzung des Biopics. Er hofft, dass der zweite Teil es dem Publikum ermöglichen wird, die Ereignisse stärker aus Michael Jacksons Perspektive zu betrachten.


Seiner Ansicht nach ist das angesichts der zahlreichen Anschuldigungen, die den Namen des Musikers über Jahrzehnte begleitet haben, besonders wichtig.
«Ich denke, der zweite Film wird noch mehr Verständnis für seine Perspektive schaffen, denn letztlich kamen all die Anschuldigungen immer von jemand anderem. Es ist die Geschichte anderer Menschen, ihre Vorstellung davon, was passiert ist, und vieles davon wurde von einer bestimmten Agenda geprägt. Michaels Stimme wurde jedoch nicht gehört», sagte der Künstler.

Konkrete Details zum künftigen Drehbuch verrät der Schauspieler bislang nicht. Bekannt ist lediglich, dass die Produktion der Fortsetzung Ende 2026 oder Anfang 2027 beginnen soll. Ein genaues Premierendatum gibt es derzeit noch nicht.
Foto: gqmiddleeast.com






