Selena Gomez und ihre Mutter des Betrugs beschuldigt

Streit um das Start-up Wondermind
Das Start-up der Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez ist in einen schweren Skandal geraten. Investoren, die Geld in das Projekt gesteckt haben, werfen der Künstlerin und ihrer Mutter Betrug vor.
Fünf Investoren haben vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware Klage gegen Selena Gomez, ihre Mutter Mandy Teefey, die ehemalige Geschäftspartnerin Daniella Pierson sowie das Unternehmen Wondermind Global eingereicht. Wie Reuters berichtet, fordern die Kläger die Rückzahlung von fast 1,2 Millionen US-Dollar, die sie in das Start-up investiert haben. Darüber hinaus verlangen sie Schadenersatz sowie die Erstattung der Gerichtskosten.

Wondermind wurde 2021 als Plattform ins Leben gerufen, die Menschen dabei unterstützen sollte, sich um ihre psychische Gesundheit zu kümmern. Als einer der größten Vorteile des Start-ups galt die Beteiligung von Selena Gomez — einem Star mit mehr als 500 Millionen Followern in den sozialen Netzwerken.
Nach Angaben der Investoren sollte die enorme Reichweite der Sängerin Wondermind dabei helfen, schnell eine große Zielgruppe, Geschäftspartner und Werbekunden zu gewinnen. Ihnen seien angeblich Kooperationen mit bekannten Marken, Werbedeals und die Entwicklung einer mobilen App in Aussicht gestellt worden.
Wie es in der Klage heißt, blieb jedoch ein erheblicher Teil dieser Pläne lediglich auf dem Papier. Die versprochene Wondermind-App wurde demnach nie entwickelt, während die angekündigten Partnerschaften und Werbeprojekte laut den Klägern ebenfalls nicht zustande kamen.

«Es gab keine Partnerschaften. Die angekündigten Initiativen wurden nie umgesetzt. Das Programm wurde nie entwickelt. Und während das Unternehmen drei Jahre lang still vor sich hin zerfiel, sagte keiner seiner Gründer, Führungskräfte oder Direktoren auch nur ein Wort zu den Investoren, deren Geld diesen Zusammenbruch finanziert hatte», heißt es in der Klageschrift.
Die Investoren behaupten außerdem, die Situation sei so schwierig gewesen, dass das Unternehmen seine Mitarbeiter angeblich nicht immer pünktlich bezahlen und Rechnungen von Auftragnehmern begleichen konnte. Bis zum Frühjahr 2025 stand Wondermind demnach kurz vor der Insolvenz, während die Belegschaft um fast zwei Drittel reduziert wurde.

Aus den Gerichtsunterlagen geht außerdem hervor, dass Selena Gomez vertraglich bestimmte Verpflichtungen gegenüber Wondermind gehabt haben soll. Nach Darstellung der Investoren habe sie diese jedoch schlicht ignoriert.
Von der 34-jährigen Künstlerin gibt es bislang keine öffentliche Stellungnahme.
Fotos: depositphotos.com, Instagram @selenagomez







