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«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

Der Schauspieler gab ein ungewöhnlich offenes Interview

 

Der 62-jährige Brad Pitt ist das Covergesicht der neuen Ausgabe von Esquire und gab eines seiner persönlichsten Interviews der vergangenen Jahre. Im Gespräch sprach der Schauspieler über sehr private Themen — eine familiäre Krise, Suizidgedanken, seinen Umgang mit Alkohol und den Tod seiner Mutter.

«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

Pitt gestand, dass er trotz seines grundsätzlich optimistischen Wesens einmal eine Phase durchlebte, in der der seelische Schmerz so groß war, dass er den Tod als mögliche Erlösung davon betrachtete.

«Ich hatte nie Suizidgedanken — mit Ausnahme einer kurzen Phase. Das liegt einfach nicht in meiner Natur. Aber damals sah ich keinen Ausweg. Der Schmerz war so unerträglich … Ich hatte nicht vor, etwas zu tun, aber ich spürte die Kälte einer Stahlkugel in meinem Kopf, und das fühlte sich wie Erleichterung an. Da dachte ich: „Jetzt verstehe ich Suizid — als die Suche nach Erlösung vom Schmerz“», erzählte der Schauspieler.

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Pitt zufolge setzte in diesem Moment sein Selbsterhaltungstrieb ein.

«Ich glaube, wir haben einen unglaublichen Überlebensinstinkt. Bei mir setzte er sofort ein. Aber … all das ist nicht einfach», fügte er hinzu.

«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

Als der Journalist nachfragte, ob diese Gedanken mit Problemen mit seinen Kindern zusammenhingen, antwortete Pitt lediglich: «Familiäre Probleme» — ohne näher ins Detail gehen zu wollen.

Das Geständnis des Schauspielers fällt in eine Zeit, die von einer jahrelangen familiären Krise nach der Trennung von Angelina Jolie geprägt war. Die Schauspielerin reichte im September 2016 die Scheidung ein, rechtskräftig abgeschlossen wurde das Verfahren jedoch erst im Dezember 2024 — mehr als acht Jahre später. Der Rechtsstreit des ehemaligen Paares um das französische Weingut Château Miraval dauert unterdessen weiterhin an.

Pitt und Jolie haben sechs Kinder — Maddox, Pax, Zahara, Shiloh sowie die Zwillinge Knox und Vivienne. In den vergangenen Jahren entschieden sich mehrere von ihnen, den Nachnamen ihres Vaters abzulegen. Im August 2024 änderte Shiloh ihren Namen offiziell in Shiloh Jolie. Im Jahr 2026 stellten auch Maddox, Zahara und Vivienne entsprechende Anträge.

«Ich sah keinen Ausweg»: Brad Pitt spricht erstmals über Suizidgedanken

Ein weiteres sehr persönliches Thema des Interviews war Pitts Verhältnis zu Alkohol. In der Vergangenheit hatte der Schauspieler offen über seine Suchtprobleme, seine Teilnahme an Treffen der Anonymen Alkoholiker und seinen vollständigen Verzicht auf Alkohol gesprochen. Nun gab er zu, nach sieben Jahren Abstinenz wieder Alkohol zu trinken — allerdings deutlich kontrollierter.

«Ich war sieben Jahre lang nüchtern und bin dann wieder davon abgekommen. Aber jetzt in einer viel gemäßigteren Form. Ein paar Mal wurde ich zu selbstsicher und merkte: Nein, das tut mir nicht gut. Nicht in großen Mengen», erklärte er.

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Auf die Frage, ob er sich heute ein Glas Wein erlauben könne, antwortete Pitt:

«Ich kann ein paar Gläser trinken. Aber nicht viel. Ich muss professionell damit umgehen».

Einen besonderen Platz im Gespräch nahm das Thema Verlust ein. Im vergangenen Jahr starb Pitts Mutter Jane Etta Pitt. Seitdem besucht der Schauspieler seinen Vater William in Missouri häufiger. Gemeinsam verbringen sie die Abende auf der Veranda, lauschen den Zikaden und sprechen hin und wieder über sie.

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«Wir sind einfache Leute vom Land. Wir führen keine tiefgründigen Gespräche. Aber hin und wieder sagt einer von uns einen Satz, der einen mitten ins Herz trifft — und dann machen wir weiter», erzählte der Schauspieler.

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Die Verluste, die Pitt erlebt hat, ließen ihn Trauer und Einsamkeit mit anderen Augen betrachten.

«Trauer ist wahrscheinlich das Gefühl, das uns Menschen am stärksten gleichmacht. Verlust ist zweifellos die tiefgreifendste Prüfung, die ein Mensch erleben kann. Und die Einsamkeit, die darauf folgen kann, ist die größte Qual», sagte er.

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Gleichzeitig ist der Schauspieler überzeugt, dass man aus einem solchen Zustand nicht einfach «herauskommen» kann — man muss ihn durchleben.

«Ich sehe es nicht als etwas, aus dem man herauskommen muss. Man muss hindurchgehen — es immer und immer wieder versuchen, bis zur völligen Erschöpfung, und dann noch einmal versuchen. Und eines Tages bin ich einfach aufgewacht, und es fühlte sich an, als wäre es ein wenig sonniger geworden und die Luft ein wenig süßer. Kleine Dosen dieses Gefühls», erzählte Pitt.

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«Trauer hinterlässt, wenn man sie durchlebt hat, eine gewaltige Leere, aber zugleich auch eine tiefe Schönheit. Es ist eine schmerzhafte Schönheit, aber dennoch Schönheit», resümierte der Schauspieler.

Foto: Esquire

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11.08.2026
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