Lavendel, Iris und 800 Jahre alte Olivenbäume: Chanel zeigt die restaurierte Residenz von Coco Chanel

Die zauberhaften Gärten der Designerin an der Côte d’Azur
Das Modehaus Chanel hat die umfassende Restaurierung der Gärten von Coco Chanels legendärer Residenz La Pausa an der Côte d’Azur abgeschlossen.
Ziel der Arbeiten war es, dem Garten rund um das Anwesen in Roquebrune-Cap-Martin die Atmosphäre der 1930er-Jahre zurückzugeben. Damals erwarb die Designerin das rund vier Hektar große Grundstück mit Blick auf das Mittelmeer und gab dem Anwesen den Namen La Pausa.

Die Residenz wurde für Chanel zu einem Ort der Erholung, Inspiration und Begegnungen mit Freunden. Hier verbrachte sie abseits von Paris und der Modewelt ihre freie Zeit. 1953 verkaufte die Designerin das Anwesen jedoch an den Verleger Emery Reves.

Heute wurde die Restaurierung des Hauses und der Gärten von dem amerikanischen Architekten Peter Marino übernommen, der seit vielen Jahren mit Chanel zusammenarbeitet und zahlreiche Boutiquen und Büros des Modehauses entworfen hat.
Gemeinsam mit dem Team von Chanel Heritage studierte er historische Archivmaterialien, um nachzuvollziehen, wie La Pausa zu Lebzeiten von Coco Chanel ausgesehen hatte.

Zu den markantesten Elementen des Anwesens gehören nach wie vor die Olivenbäume. Rund 250 von ihnen stehen auf dem Gelände, und einige sollen Schätzungen von Fachleuten zufolge etwa 800 Jahre alt sein.

Am Abend werden die alten Olivenbäume besonders in Szene gesetzt. Kleine LED-Leuchten wurden direkt an den Ästen angebracht und so ausgerichtet, dass ihr Licht nach unten fällt. Dadurch wirken die Bäume in der Dunkelheit wie Silhouetten, die vom Mondlicht erhellt werden.

Besonderes Augenmerk galt auch Lavendel und Iris. Beide Pflanzen wurden in großen Flächen angelegt und bilden klar voneinander abgegrenzte Farbzonen.
Am Hang vor dem Haus scheint sich der Lavendel förmlich bis zur Straße hinabzuziehen. Diese Art der Bepflanzung wird in Frankreich als «coulée» bezeichnet — wörtlich «Strom» oder «Fluss».

Auch zur Parfümerie von Chanel besteht eine besondere Verbindung. Jasmin und Iris gehören zu den Duftkomponenten, die mit dem legendären Chanel N°5 in Verbindung gebracht werden. Ihre Präsenz in La Pausa ist daher weit mehr als nur ein dekoratives Detail.
Heute befindet sich La Pausa weiterhin in Privatbesitz von Chanel und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Gelegentlich finden dort jedoch Firmenveranstaltungen, Film- und Fotoaufnahmen sowie kreative Residenzen statt.

Foto: Architectural Digest







