Sohn der norwegischen Kronprinzessin zu vier Jahren Haft verurteilt

Wegen Vergewaltigung!
Ein Gericht in Oslo hat den 29-jährigen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, in zwei Fällen der Vergewaltigung schuldig gesprochen und zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, berichtet NRK.
Marius Høiby besitzt keinen königlichen Titel und übernimmt keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus. Dennoch gehört er seit vielen Jahren zu den bekanntesten Persönlichkeiten der norwegischen Königsfamilie, seit seine Mutter Mette-Marit im Jahr 2001 Kronprinz Haakon heiratete.
Insgesamt wurden gegen ihn rund 40 Anklagepunkte erhoben. Dazu zählten unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Bedrohungen, Drogenbesitz, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sowie die Missachtung von Annäherungsverboten gegenüber Geschädigten.
Das Gericht erkannte jedoch nur einen Teil der Vorwürfe als erwiesen an, darunter zwei Fälle sexueller Gewalt. Medienberichten zufolge betrafen beide nachgewiesenen Taten Frauen, die sich zum Zeitpunkt der Verbrechen aufgrund ihres Zustands nicht wehren konnten – sie schliefen entweder oder standen unter dem Einfluss von Substanzen. In zwei weiteren ähnlichen Fällen wurde Høiby mangels ausreichender Beweise freigesprochen.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine deutlich härtere Strafe gefordert und sieben Jahre und sieben Monate Haft beantragt. Die Verteidigung plädierte hingegen für eine Freiheitsstrafe von etwa anderthalb Jahren. Der Angeklagte selbst bestritt die schwerwiegendsten Vorwürfe und erklärte, an mehreren psychischen Erkrankungen zu leiden sowie in Behandlung zu sein.
Es sei darauf hingewiesen, dass Marius Høiby bereits seit Jahren immer wieder in Skandale verwickelt ist. So wurde er 2024 wegen des Verdachts auf Gewalt gegen eine Frau sowie Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis festgenommen. Zuvor war er bereits ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten, nachdem seine damalige Freundin nach einem tätlichen Angriff mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden war.
Foto: Martin Høien, Lise Åserud/AFP/Ritzau Scanpix


