Letztes Urteil: Assistent von Matthew Perry zu drei Jahren Haft verurteilt

Wegen der tödlichen Injektion für den Schauspieler
Im Fall um den Tod des Matthew Perry, bekannt aus der Kultserie Friends, wurde nun das letzte Urteil gesprochen. Ein Bundesgericht in Los Angeles verkündete die endgültige Strafe gegen einen der Hauptbeteiligten — den persönlichen Assistenten des Schauspielers, Kenneth Iwamasa. Er wurde laut The Guardian zu 41 Monaten Haft verurteilt — also zu fast dreieinhalb Jahren Gefängnis.
Das Gericht stellte fest, dass Kenneth Iwamasa Perry dabei geholfen hatte, Ketamin zu beschaffen, und ihm Injektionen verabreichte, obwohl er keinerlei medizinische Ausbildung besaß. Die Ermittlungen ergaben, dass Kenneth dem Schauspieler allein in den fünf Tagen vor dessen Tod 27 Injektionen verabreicht hatte.
Eine dieser Injektionen wurde am 28. Oktober 2023 zum Verhängnis, als der 54-jährige Schauspieler tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles aufgefunden wurde.

Nach Auffassung des Gerichts wusste Kenneth sehr genau über den langjährigen Kampf des Schauspielers mit seiner Abhängigkeit Bescheid, versorgte ihn jedoch weiterhin mit der Droge. Zudem soll er nach Perrys Tod versucht haben, Beweise zu beseitigen.
Zwar argumentierte der Anwalt von Iwamasa, sein Mandant habe auf ausdrücklichen Wunsch Perrys gehandelt und sich in einer schwierigen psychischen Abhängigkeit zu seinem Arbeitgeber befunden, doch das Gericht ließ diese Argumente nicht gelten.
Während der Anhörung wandte er sich mit einer Entschuldigung an die Familie des Schauspielers: „Es tut mir zutiefst leid. Ich werde meine illegalen Handlungen für immer bereuen.“
Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht außerdem zwei Jahre Bewährungsaufsicht nach der Entlassung sowie eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 US-Dollar.
Kenneth Iwamasa war der letzte von insgesamt fünf Angeklagten, gegen die ein Urteil gefällt wurde. Zuvor wurde der Arzt Salvador Plasencia wegen der Versorgung Perrys mit Ketamin zu 30 Monaten Haft verurteilt. Ein weiterer Arzt, Mark Chavez, erhielt acht Monate Hausarrest sowie drei Jahre unter Aufsicht. Ein weiterer Beteiligter, Erik Fleming, wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Die längste Strafe erhielt Jasveen Sangha, die von amerikanischen Medien als „Ketamin-Königin“ bezeichnet wurde. Sie wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil sie die Drogen verkauft hatte, die letztlich zum Tod des Schauspielers führten.
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