Robert Wun erschuf leuchtende Looks für Beyoncé, Lalisa und Naomi Osaka aus einer Million Swarovski-Kristallen

Bei der Met Gala – 2026
Bei der Met Gala – 2026 präsentierte der Designer Robert Wun drei monumentale Couture-Looks für Beyoncé, Lalisa Manoban und Naomi Osaka. Alle drei wurden unter Verwendung von über einer Million handeingearbeiteter Swarovski-Kristalle gefertigt, die die Kleidungsstücke in komplexe Lichtskulpturen verwandelten. Jeder Look wurde zu einer eigenständigen Geschichte über Körper, Licht und Individualität.
Beyoncé – «der Sternenhimmel», in Couture übersetzt
Für Beyoncé entwarf Wun das Kleid The Stargaze Gown, in dem sich die Idee einer nächtlichen Stadt, aus der Perspektive eines Flugzeugs betrachtet, in einen «in Couture verwirklichten Sternenhimmel» verwandelte. Die auf dem Stoff verstreuten Swarovski-Kristalle erzeugten den Eindruck eines schimmernden Kosmos über einer nächtlichen Metropole.

Die Silhouette des Kleides war architektonisch aufgebaut: ein figurbetontes Oberteil ging in einen ausgestellten Rock über, während ein transparenter, ebenfalls mit Kristallen bestickter Schleier dem Look Leichtigkeit und Flüchtigkeit verlieh. Mehr als 318.000 Stiche und über 4.300 Stunden Handarbeit machten das Kleid zu einem nahezu juwelenhaften Objekt.
Es war Beyoncés zweiter Look an diesem Abend – sie wechselte ihr Outfit bereits innerhalb des Museums.
Naomi Osaka – der Körper als Karte des Lichts
Den Look für Naomi Osaka entwickelte Wun um die Idee der menschlichen Anatomie herum und verwandelte den Körper in eine visuelle Karte aus Bewegung und Spannung. Kristalle in Rottönen zeichneten scheinbar Muskeln und Körperkonturen nach und erzeugten die Wirkung einer lebendigen Struktur.

Das Kleid lag wie eine zweite Haut an und betonte jede Bewegung, während der offene Rücken mit Schnürung dem Look skulpturale Kraft verlieh. Der Auftritt hatte zudem ein transformatives Element: Osaka erschien zunächst in einem Mantel, den sie erst auf der Treppe ablegte und so den Couture-Look nach und nach enthüllte.

Die Arbeit an diesem Look gehörte zu den technisch aufwendigsten – über 659.000 Stiche und mehr als 3.280 Stunden Handarbeit.

Es war eine direkte visuelle Interpretation des Met-Gala-Themas – «der Körper als Leinwand».
Lalisa Manoban – die Braut, die ihren eigenen Look kontrolliert
Für Lalisa Manoban schuf Wun den Look The Veil, in dem Brautästhetik als Symbol von Kontrolle und Selbstbestimmung neu interpretiert wird. Das transparente, kristallisierte Meerjungfrauenkleid bildete die Basis für das zentrale Element – eine skulpturale Konstruktion aus Händen, die den Schleier halten.

Diese Hände wurden mithilfe eines 3D-Scans von Lalisas Körper gefertigt und verweisen auf die Haltung des traditionellen thailändischen Tanzes. Sie formen eine beinahe theatralische Geste – als würde das Model selbst den Moment des Enthüllens kontrollieren.
Die Idee hinter dem Look ist die «Braut der Zukunft», die selbst entscheidet, wann und wie sie sich der Welt zeigt. Für die Umsetzung wurden über 66.000 Kristalle und rund 2.860 Arbeitsstunden benötigt.

Jeder dieser Auftritte war nicht nur ein Kleid, sondern eine komplexe Konstruktion zwischen Mode, Kunst und Technologie. Robert Wun entwickelte die Looks als Lichtinstallationen, die sich mit der Bewegung des Körpers verändern.
Die Met Gala – 2026 bestätigte erneut ihren Status als wichtigste Modeveranstaltung des Jahres, bei der Couture nicht länger nur Kleidung ist, sondern zur Sprache der Kunst wird.
Foto: Instagram @swarovski, @lalalalisa_m, @naomiosaka







