Österreicher Josef Stefan zum Wildlife Photographer of the Year gekürt

AEin seltener Moment
Der Niederösterreicher Josef Stefan hat für eine Sensation gesorgt und wurde vom Natural History Museum in London zum Wildlife Photographer of the Year ernannt. Aus mehr als 60.000 Einsendungen aus 113 Ländern wählte eine internationale Jury 25 Finalisten aus – und der leidenschaftliche Naturfotograf ging als Sieger hervor.
Sein preisgekröntes Foto «The Flying Rodent» zeigt einen Iberischen Luchs, der mit einer gefangenen Ratte spielt.
Die Aufnahme entstand während eines dreitägigen Aufenthalts in Spanien. Am zweiten Tag der Beobachtung gelang es dem Fotografen, einen ganz besonderen Moment festzuhalten..
«Der Luchs warf die Ratte wiederholt in die Luft und fing sie erneut. Das gesamte Schauspiel dauerte etwa 15 Minuten. Es ist ein typisches Katzenritual – das Spielen mit der Beute, bevor sie gefressen wird.»

Fotografie von Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum spezialisiert und verbringt oft wochenlang im Feld. Seine Methode basiert auf Beobachtung ohne Eingriff – auf der Fähigkeit, mit der Umgebung zu verschmelzen und Teil der Landschaft zu werden, sodass die Tiere die menschliche Anwesenheit nicht wahrnehmen.
Der Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year gilt als der prestigeträchtigste der Naturfotografie und wird oft als «Oscar» dieser Branche bezeichnet. In diesem Jahr wurde eine Rekordzahl an Einsendungen verzeichnet. Die Jury, bestehend aus führenden internationalen Experten, würdigte nicht nur die technische Perfektion von Stefans Aufnahme, sondern auch ihre außergewöhnliche emotionale Wirkung: Der Luchs erscheint darauf nicht als Raubtier, sondern als spielerisches, beinahe menschlich wirkendes Wesen.
Stefan ist der erste Österreicher seit 15 Jahren, der diese Auszeichnung erhält. In seiner Heimatstadt Ziersdorf wird er bereits als Nationalheld gefeiert.
What's Your Reaction?
Nachrichtenredakteur


