Mittelalterliche und bergische Ästhetik bei der Show von Louis Vuitton

Eine Interpretation der Burka und Taschen auf Stöcken
Das Modehaus Louis Vuitton unter der kreativen Leitung von Nicolas Ghesquière präsentierte seine neue Herbst-Winter-Kollektion. Als Schauplatz der Show diente der Innenhof des Louvre Palace, wo eigens für die Veranstaltung eine groß angelegte Szenografie geschaffen wurde.


Der Laufsteg verwandelte sich in eine symbolische Berglandschaft, inspiriert von den Tälern des Jura Mountains — einer Region unweit des Geburtsortes des Markengründers Louis Vuitton. Die Atmosphäre der Berge, des Reisens und eines naturverbundenen Lebens wurde zum zentralen Thema der neuen Präsentation.


Auf dem Laufsteg erschienen Looks, die an Figuren aus Berglegenden erinnerten — Hirten, Wanderinnen und Nomaden. In der Kollektion waren verschiedene Interpretationen der Burka zu sehen – eines traditionellen kaukasischen Pelzumhangs. Der Designer deutete dieses Kleidungsstück neu als voluminöse Mäntel, Capes und Umhänge. Ergänzt wurden die Looks durch Wollröcke, Ponchos, Schlauchschals, Bomberjacken mit Lammfellkragen sowie gesteppte Lederjacken.

Ein besonders markanter Akzent waren Taschen, die die Models auf Stöcken trugen — wie Bündel von Reisenden, die sich auf eine lange Reise begeben.

Gleichzeitig setzte Nicolas Ghesquière die mittelalterliche Ästhetik fort, die er bereits in früheren Saisons erforscht hat. Besonders deutlich zeigte sich dies in den Kopfbedeckungen: Die Models betraten den Laufsteg in Hauben, Hüten mit gedrehten Krempen sowie in langgezogenen, kegelförmigen Kopfbedeckungen, die an Silhouetten aus alten Kupferstichen erinnerten.




Die Show versammelte traditionell auch zahlreiche prominente Gäste, darunter Zendaya, Ana de Armas, Alicia Vikander, Jennifer Connelly, Léa Seydoux, Catherine Deneuve und Chloë Grace Moretz.
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