Vom hässlichen Entlein zum Sexsymbol: unbekannte Fakten über die legendäre Brigitte Bardot

Der Kampf mit Komplexen, Suizidversuche und mehr
Wenige Tage vor dem Jahresende erschütterte eine traurige Nachricht die Welt: Im Alter von 90 Jahren verstarb eine der ikonischsten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts – Brigitte Bardot.
Sie wird für immer eine Ikone der 1950er- und 1960er-Jahre bleiben: Schauspielerin, Model, Sängerin und eine Frau, die das Bild weiblicher Schönheit grundlegend veränderte. Den internationalen Durchbruch verdankte sie dem Film Und Gott schuf die Frau von Roger Vadim. Danach wirkte Bardot in mehr als fünfzig weiteren Produktionen mit, bevor sie sich aus freien Stücken vom Rampenlicht zurückzog, um ihr Leben dem Tierschutz zu widmen.
Brigitte Bardot hinterließ nicht nur Filme und legendäre Bilder, sondern eine ganze Epoche – und zugleich die Erinnerung daran, dass sich hinter Schönheit und Ruhm oft eine schwierige, schmerzhafte Geschichte verbirgt. Zum Gedenken an diese Kultfigur erinnern wir an wenig bekannte Fakten aus ihrem Leben.
Von Selbstzweifeln zu Magazincovern
«Es gibt keinen härteren Job, als von morgens bis abends schön auszusehen», gestand die Schauspielerin einmal. In ihrer Kindheit schämte sich Bardot für ihr Aussehen: Wegen ihres Schielens trug sie eine Brille, zudem eine Zahnspange – Spott und Hänseleien waren an der Tagesordnung.
Ihre Mutter meldete die junge Brigitte beim Ballett an, um ihr zu helfen, ihren Körper anzunehmen. Mit Erfolg: Bereits mit 15 Jahren posierte Bardot für Modemagazine, 1949 erschien sie auf dem Cover der Elle.

Die Frisur, die Europa eroberte
Die legendäre «Babette»-Frisur mit voluminösem Toupieren entstand während der Dreharbeiten zum Film Babette zieht in den Krieg, kreiert vom Starfriseur Jacques Dessange. Nach der Premiere wollte ganz Europa diesen Look – Bardot machte ihn zu ihrem Markenzeichen. Auch Haarreifen wurden dank der Französin zum Modetrend.
Der Stil Bardot
Der Name Brigitte Bardot wurde zum Synonym für französischen Chic. Freie Schultern, trägerlose Kleider, Korsarenhosen und das Vichy-Karo – all das ist untrennbar mit ihr verbunden. Trägerlose Kleider erhielten sogar eine eigene Bezeichnung: «Bardotkleider».

Der Ruhm, der sie beinahe zerbrach
Doch hinter dem Bild der geliebten Filmdiva und begehrtesten Frau ihrer Zeit verbarg sich ein erbitterter innerer Kampf.
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere litt Bardot unter schweren Depressionen und unternahm mehrfach Suizidversuche. In einem autobiografischen Film sagte sie: «Ich habe versucht, mir das Leben zu nehmen – ein Wunder hat mich gerettet».
Was sie als Wunder bezeichnete, ließ sie offen. Sie betonte jedoch, dass der Kampf mit der Depression sie ein Leben lang begleitete: «Ich wache jeden Morgen auf, und mir geht es bereits schlecht».
Über ihre Suizidversuche und Alkoholprobleme schrieb Bardot auch in ihrer Autobiografie von 1998. Darin gestand sie, während ihrer aktiven Schauspielzeit täglich bis zu zwei Flaschen Champagner und drei Flaschen Wein getrunken zu haben, um Angst und inneren Druck zu betäuben.

Ein Leben nach dem Kino – für die Tiere
1973 verabschiedete sich die berühmte Französin endgültig vom Film, um sich ganz dem Schutz der Tiere zu widmen. Um ihre Stiftung zu gründen, verkaufte Brigitte Bardot Immobilien, Schmuck und persönliche Geschenke aus früheren Beziehungen.
«Den Männern habe ich meine Schönheit und meine Jugend geschenkt. Heute gebe ich den Tieren meine Weisheit und meine Erfahrung – das Beste, was ich habe», sagte sie.
Foto: @brigittebardotpage

